JUNGBAUMPFLEGE
ANBINDEN Um einen stabilen Stand zu erreichen und zu verhindern, dass neu gebildete Wurzeln nicht bei jedem Windstoß abreißen, wird der Baum in den ersten Jahren angebunden. Für eine Pfahlanbindung werden drei Pfähle in einem gleichseitigen Dreieck um den Baumstamm herum außerhalb des Ballenbereichs in den Boden geschlagen. Der Stamm wird unterhalb der Krone an ihnen angebunden. Unterirdische Ballenverankerungen gewährleisten ein ruhiges Anwachsen von größeren Bäumen. Dabei wird der Wurzelballen diebstahlsicher und über der Erde unsichtbar über ein Erdanker-Gurtband-System im gewachsenen Boden fixiert. Schließlich vermeidet eine Drahthose aus Hasendraht, locker um den Stamm gestellt, den Verbiss durch Wild und hindert Katzen daran ihre Krallen zu wetzen, dabei den Stamm zu verletzen und zu infizieren.
PFLANZSCHNITT Während der Pflanzung erhält der Baum einen Pflanzschnitt. Dieser dient dem Ausgleich des abgestimmten Verhältnisses zwischen Wurzel und Blattoberfläche bzw. Knospenanzahl. Außerdem legt er, als erster Erziehungsschnitt am neuen Standort, die Grundlage für den späteren Kronenaufbau.
WÄSSERN In jedem Fall muss einmalig nach der Pflanzung der Boden tiefgründig bis in 50cm Tiefe durchfeuchtet werden. Die Baumscheibe sollte locker bleiben, damit das Gießwassers versickern kann. Es muss beachtet werden, dass immergrüne Gehölze während Trockenperioden im Winter an frostfreien Tagen gegossen werden müssen. Ab dem Laubaustrieb im Frühjahr sollten Gehölze und Bäume wöchentlich einmal gewässert werden. Bei großer Hitze im Hochsommer auch zweimal pro Woche. Grundsätzlich gilt auch hier: Kräftig Wässern – dann aber wieder etwas abtrocknen lassen, da Staunässe schnell Fäulnis verursachen kann. Den Boden immer locker halten, Gießrand und Anbindung regelmäßig kontrollieren.
JUGENDPFLEGE Unkraut muss regelmäßig auf den Baumscheiben, d.h. im Wurzelbereich der Bäume, entfernt und die Erde gelockert werden. Der Baum benötigt keinen Dünger. Die Pfahlanbindung darf erst ab dem dritten Standjahr gelöst werden, wenn der Baum durch seine Wurzeln sicher im Erdreich verankert ist. Vorzeitiges Lösen kann zur Folge haben, dass die gebildeten Feinwurzeln bei Wind durch die auftretende Hebelwirkung abgerissen werden. Die Seilanbindung muss regelmäßig auf Scheuerstellen und Einwachsen kontrolliert und ggf. leicht gelockert werden. Veränderungen in der Krone sollten fachkundig begleitet werden. Durch kleine, nachhaltige Eingriffe in jungen Jahren wird die Grundlage für einen gesunden Baum mit artgerechtem Kronenaufbau gelegt.
















