BAUMPFLANZUNG

Sollen Bäume mit einer Lebenserwartung von mehreren Generationen gepflanzt werden, bedarf es intensiver Vorbereitungen und damit auch eines großen Aufwandes.

Wir freuen uns besonders über die ganz alten Bäume in der Landschaft. Diese entwickeln auch die kräftigsten, keimfähigsten Samen. Bäume werden jedoch nicht ohne unser Zutun alt und „weise“.

Will man einen Baum pflanzen, der auch noch in 300 Jahren gutes Obst tragen soll, muss man Sorge dafür tragen, dass die Bodenatmung funktioniert. Denn der Baum muss tief und kräftig im Boden verwurzelt sein, um einen großen Kronenraum ergreifen zu können.

Wenn ein Baum in ein Loch gesetzt wird, in das die Wurzeln gerade hineinpassen, wird er im Wuchs kümmern. Er wird sowohl Trockenerscheinungen als auch Vernässungssymptome zeigen und nach 30 bis 40 Jahren langsam absterben. Die Wurzeln dieser Bäume können nicht in den gewachsenen, harten Boden der Umgebung hinauswachsen und kriechen immer an der Wand des Pflanzloches entlang. Sie schnüren sich gegenseitig ständig stärker ab. Außerdem wird man beobachten, dass Feinwurzeln, besonders bei zu tief gepflanzten Bäumen, nach oben wachsen. Diese Feinwurzeln sind meistens Atemwurzeln. Der Baum erstickt.

Gehölze atmen zu etwa 70-80% über die Wurzeln (weitere Atmungsorgane mit je 10-20% Versorgungsanteil sind das Mark mit Markstrahlen und das Laub). Daher wird man dem Pflanzboden zu möglichst großer Atmungsfähigkeit verhelfen. Die Wurzel darf weder austrocknen noch vernässen. Der Boden muss dauerhaft atmungsfähig, feucht- jedoch nicht nass- und locker bleiben.

 

 

An dieser Stelle möchten wir auf eine Aktion des Umweltamtes der Stadt Frankfurt am Main hinweisen, für alle die Interesse haben geht es hier weiter:

Der geschenkte Baum - eine Initiative der Stadt Frankfurt am Main